Um die Website zu personalisieren und Ihnen den größten Mehrwert zu bieten, verwenden wir Cookies. Unter anderem dienen sie der Analyse des Nutzerverhaltens, um herauszufinden wie wir die Website für Sie verbessern können. Durch Nutzung der Website stimmen Sie ihrem Einsatz zu. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.



Eilmeldung: "Umsatzsteuer auf e-Dienstleistungen: Rückkehr zum Reverse-Charge Verfahren"

PrintMailRate-it

von Anastasia Malinina, Helge Masannek


Am 5. Juli 2022 verabschiedete die Staatsduma in dritter Lesung einen Gesetzentwurf, der das Verfahren zur Entrichtung der Umsatzsteuer auf elektronische Dienstleistungen, die von ausländischen Organisationen erbracht werden, ändert.

Insbesondere ist nach dem neuen Wortlaut von Artikel 174.2 des StGB RF bei der Erbringung elektronischer Dienstleistungen an Organisationen und Einzelunternehmer (B2B) die Umsatzsteuer von den Käufern als Steueragenten zu entrichten (Reverse-Charge-Verfahren). Die Selbstabführung der Umsatzsteuer durch eine ausländische Organisation ist nur bei der Erbringung von Dienstleistungen an natürliche Personen (B2C) vorgesehen.


Auch das Verfahren für die Geltendmachung der Vorsteuer auf elektronische Dienstleistungen wurde entsprechend angepasst: Das besondere Verfahren, das nur die Vorlage eines Rechnung und eines Zahlungsauftrags mit dem separat ausgewiesenen Steuerbetrag erlaubte, wurde aufgehoben, und der Vorsteuerabzug muss nun nach dem allgemeinen Verfahren auf der Grundlage einer Faktura-Rechnung geltend gemacht werden. In diesem Fall müssen die Faktura-Rechnungen spätestens am fünften Kalendertag des Folgemonats nach dem Quartal, in dem die Zahlung für die durch ausländische Unternehmen erbrachten elektronischen Dienstleistungen eingegangen ist, ausgestellt werden. Die entsprechende Faktura-Rechnung wird beim Reverse-Charge-Verfahren vom Leistungsempfänger selbst ausgestellt.

Somit ist die Regelung der Besteuerung elektronischer Dienstleistungen größtenteils zum Format von 2017 zurückgekehrt, als sie nur für den B2C-Bereich galt. Die Änderungen sollen mit Beginn der nächsten Steuerperiode in Kraft treten, d. h. ab dem 1. Oktober 2022.

Es ist jedoch zu beachten, dass der Gesetzentwurf keine Änderung von Artikel 83 des StGB RF vorsieht, der die Verpflichtung ausländischer Unternehmen, die elektronische Dienstleistungen erbringen, zur steuerlichen Registrierung in der Russischen Föderation festlegt. Daher bleibt die Frage offen, ob ein Unternehmen, das nur B2B-Dienstleistungen erbringt, sich nach Inkrafttreten der Änderungen abmelden kann. Darüber hinaus wurde leider in Artikel 161 des StGB RF wiederum keine Regelung zur Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens für Unternehmen eingetragen, die nur als E-Dienstleister registriert sind, aber auch sonstige nicht elektronische Dienstleistungen in Russland erbringen. Somit bestehen in diesem Bereich weiterhin Unklarheiten.

Kontakt

Contact Person Picture

Helge Masannek

Leiter Steuerberatung, Rechtsanwalt, Steuerberater

Partner

+7 495 9335 120
+7 495 9335 121

Anfrage senden

Profil

 Newsletter Russland

Deutschland Weltweit Search Menu